Ein Wolf mit Räudemerkmalen

Wolfszentrum Hessen

Wolf mit abheilender Räude fotografiert

Im Rahmen des Fotofallenmonitorings im Wolfs-Territorium Waldkappel wurde ein Wolf mit Anzeichen von Räude fotografiert. Das Wolfszentrum Hessen ordnet den Befund in den nach Stubbe & Schlautmann (2022) definierten Kategorien in die Kategorie A („ausheilend“) zu.

Das Foto stammt bereits aus Ende 2025. Auf dem Foto ist ein Wolf mit für die Jahreszeit teils sehr kurzem, teils sehr struppigem Fell zu sehen. Das Wolfszentrum Hessen sieht in Absprache mit dem Deutschen Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes zum Thema Wolf derzeit keinen akuten Handlungsbedarf, beobachtet die Situation jedoch weiterhin intensiv und hat den Auslesetonus der dort angebrachten Kameras verkürzt, um die Situation weiterhin intensiv zu beobachten.

Die Räude ist eine von Räudemilben ausgelöste Ektoparasitose. Zu den Symptomen zählen Juckreiz, Rötung, Haarausfall und Schuppenbildung. In Hessen ist diese Hautkrankheit besonders bei Füchsen weit verbreitet und ansteckend für Haarwild. Die Erkrankung kann je nach Immunlage der Tiere ausheilen oder zu Folgeerkrankungen führen an denen die Tiere oft versterben. Übertragen wird sie durch direkten Hautkontakt. Für Haushunde besteht keine veränderte Situation, da Wölfe in Hessen selten sind und in der Regel kein direkter Fellkontakt zu Wölfen besteht. Sollte doch eine Ansteckung erfolgen, so ist diese Erkrankung für Haustiere gut behandelbar.

Weitere Informationen: Welche Krankheiten können Wölfe bekommen? - DBBWÖffnet sich in einem neuen Fenster

zur Borschüre "Räude bei Wölfen": Publikationen - LUPUS-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in DeutschlandÖffnet sich in einem neuen Fenster

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