Aufgrund ihrer Größe und Wehrhaftigkeit stellen Rinder, Pferde und Esel keine leichte Beute für Wölfe dar. In Deutschland sind Übergriffe auf diese Weidetierarten daher deutlich seltener als auf Schafe und Ziegen. Die Förderung von Präventionsmaßnahmen nach der Richtlinie Weidetierschutz war für Rinder, Pferde und Esel daher bislang auf sogenannte Ereignisgebiete begrenzt, in denen nachweislich ein Riss an der entsprechenden Tierart dokumentiert wurde. Für Schafe, Ziegen und Gatterwild besteht für ganz Hessen bereits eine allgemeine Antragsberechtigung für ganz Hessen.
Zur Vereinfachung der Antragsstellung und Stärkung des präventiven Herdenschutzes wurde nun ganz Hessen als „Ereignisgebiet“ auch für Rinder, Pferde und Esel ausgewiesen und Halterinnen und Halter der entsprechenden Tierarten können Förderanträge zur Verbesserung des eigenen Herdenschutzes nach der Richtlinie Weidetierschutz stellen. Die Maßnahmen sollen sich insbesondere auf den Schutz der Jungtiere richten.
Weitere Informationen: Herdenschutz und Förderung | wolfszentrum.hessen.de